Katholisch in Hall - Katholische Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall
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Geschichte

Am Anfang stand die Firmvorbereitung

Begonnen hatte alles mit der Idee, gemeinsam die Firmvorbereitung in den fünf Kirchengemeinden durch zu führen. Die Herausforderungen waren nämlich überall gleich: die Suche nach geeigneten Gruppenleitern, Zeitprobleme der Jugendlichen und die Frage nach einem geeigneten Kurs, der die verschiedenen Wünsche der Jugendlichen zur Sprache bringt. Das Vorhaben gelang. Nun haben die Jugendlichen die Auswahl zwischen verschiedenen Modellen, Uhrzeiten und Orten.

Weitere gemeinsame Vorhaben kamen hinzu. Taufvorbereitung, plus minus 60, Jugendkirche, das Mitteilungsblatt FORUM, Bildungsveranstaltungen, sind nur ein paar der Beispiele dafür. Ein Höhepunkt war die gemeinsame Feier des Fronleichnamsfestes in der St. Michaels Kirche anlässlich des Stadtjubiläums 2006.

Gründung des Pastoralverbandes

Um den gemeinsamen Aktivitäten einen Rahmen und eine Struktur zu geben wurde der Pastoralverband Schwäbisch Hall gegründet. Hier sollten die gemeinsamen Vorhaben und Projekte abgestimmt und koordiniert werden. Veränderungen bei den Hauptamtlichen und Vakanzen bei den Priestern verstärkten die Zusammenarbeit auf Stadtebene. Es entstand ein gemeinsamer Gottesdienst- und Beerdigungsplan.

Bald wurde jedoch deutlich, dass ein Pastoralverband rechtlich seine Grenzen hat. Das gemeinsame Betreiben der Kindergärten, Sozialstation und der Arbeitsloseninitiative ALISHA war im Pastoralverband nicht möglich, da diese Kooperationsform nicht über Haushaltsgelder entscheiden konnte.

Gesamtkirchengemeinde

Eine Gesamtkirchengemeinde bot nun die Möglichkeit, einen gemeinsamen Haushalt aufzustellen. Zwar ist eine Gesamtkirchengemeinde an erster Stelle ein Verwaltungsorgan. Allen Verantwortlichen war es jedoch ein wichtiges Anliegen, dass die Pastoral, also das Bemühen Menschen mit dem Evangelium in Berührung zu bringen und in Berührung zu halten im Vordergrund stehen muss.

Im Januar 2010 wurde die Gesamtkirchengemeinde gegründet. Vorangegangen war ein längerer Prozess, der sich der Aufgabe stellte wie in der heutigen Zeit Kirche gestaltet werden kann. Impulsgeberin war dabei die Bibel. Die alten Erfahrungen des Ersten und Zweiten Testamentes wurden zu Hilfe genommen, als es galt, neue Gemeindebilder zu entdecken. Die Gemeinde soll kein verschütteter Brunnen sein, im Gegenteil: lebendiges Wasser sollen dort die Menschen schöpfen können. Die Kirche soll vom Geist Gottes erfüllt sein, der einiges durcheinanderbringt, aber immer wieder zum Handeln anstiftet. Und eine Gemeinde darf sich nicht niederdrücken lassen und wie gelähmt wirken, sondern muss aufstehen, um zu den Menschen gehen zu können.

Nachdem zeitgemäße Umschreibung für Gemeinde und Kirche gefunden waren ging es nun darum, den Ideen eine Struktur zu geben. Deutlich war allen, dass es nur gemeinsam gehen kann. „Kirche in und für die Stadt“ hieß bald das Leitwort.

Stichwort Subsidiarität

Was kann jemand alleine und wo braucht man Unterstützung, so kann man das Prinzip der Subsidiarität umschreiben, das für den Prozess leitend war. In der Praxis sieht es so aus, dass die fünf Kirchengemeinden nach wie vor selbstständig und vor Ort präsent sind. Die Gesamtkirchengemeinde trägt die übergeordneten Aufgaben, wie die Kindergärten, die Sakramentenvorbereitung, die Jugendkirche, die Sozialstation, die Erwachsenenbildung und das Mitteilungsblatt „FORUM“.

Kirche der Zukunft!?

Welchen Weg die Kirche in Zukunft gehen wird ist ungewiss. Der Dialog Prozess, den die Diözese Rottenburg-Stuttgart initiiert hat, möchte einen Weg in die Zukunft weisen. Schwäbisch Hall selbst kann auf eine reichhaltige Kirchengeschichte zurückblicken, die Höhen und Tiefen kennt, die aber auch ein Grundlage für den derzeitigen Weg sein kann.

Sicher wird die Kirche auch in Zukunft Veränderungen ausgesetzt sein. Der Grundauftrag aber wird bleiben, nämlich anderen Menschen mitzuteilen, dass in Jesus die Grundlage des neuen Lebens gelegt wurde und das in seiner Gemeinde schon zu sehen ist.